Vorstellung der verfügbaren Trainingsformate : Face-to-Face • Webinar • Crashkurs
Wie aus dem Logo rechts ersichtlich ist haben wir drei Bereiche:
1. Die lineare Toleranzanalyse sowie auch die Toleranzsynthese.
2. Die Verarbeitung von Prozessdaten als Unterstützung für die Toleranzaufgaben.
3. Der Bereich für mehrdimensionalen Aufgabenstellung incl. der Streuungsanalyse für
physikalischer Zielgrößen.
Für jeden Bereich ist ein Schulungstag vorgesehen. Zielsetzung hierbei ist, dass die Teilnehmer nach Absolvierung dieser Schulung sicher und eigenständig mit dem Tool ConvolutionBuilder umgehen können. Das schließt auch alle notwendigen theoretischen Grundlagen ein, deren Wissen zur Bedienung des Tools erforderlich ist. Das sind z.B. die verschiedenen Toleranzansätze, das lineare- und allgemeine Fehlerfortpflanzungsgesetz, das allgemeine Toleranzmodell zur Optimierung einzelner Merkmale sowie das Arbeiten mit der Universalverteilung Density Trace incl. der DIN ISO 22514.
Die Zielgruppe sind Entwickler und Konstrukteure, die durch ihre Arbeit wesentlichen Einfluss auf Kosten der Fertigungsverfahren ausüben. Des Weiteren auch Projektleiter von Verbesserungsprojekten sowie Berater, die im Rahmen ihrer Arbeit Einsparpotenziale identifizieren möchten, sowie Mitarbeiter im Qualitätsmanagement, die sich an den Schnittstellen zwischen Konstruktion und Fertigung bzw. Arbeitsvorbereitung einbringen möchten.



Agenda: Erster Schulungstag
1. Arithmetische Toleranzberechung
- Maßkette
- Rechenregeln
2. Gedankengut der statistischen Toleranzberechnung
- Modellversuch
3. Statistische Toleranzanalysen
- Prinzip der Faltung
- Übertragung der Faltung auf technische Merkmale
4. Praxisbeispiel: Axiale Gelenkvorspannung
- Durchführung einer Optimierung
5. Praxisbeispiel: Radiale Gelenkvorspannung
- Analyse des Übergangspassungsverhältnisses
6. Praxisbeispiel: Überdeckungsanalyse für eine
Einpressverbindung
- unter Verwendung von Prozessdaten
7. Praxisbeispiel: Freigangs/ Kollisionsbetrachtung an
einer PKW-Schaltung
8. Workshop "Konstruktionsbewertung eines
Schiebersystems"
Agenda: Zweiter Schulungstag
1. Das lineare Fehlerfortpflanzungsgesetz
2. Statistische Toleranzberechnungen nach der DIN 7186
3. Fallbeispiel: Schneidspalt an einer Blechschere
- Anwendung des Erweiterungsfaktors
4. Pythagoras der Toleranzen
- Quadratische Toleranzen
5. Das Kombi-Verfahren nach Spotts
6. Das allgemeine Fehlerfortpflanzungsgesetz
- Diskussion des Ansatzes anhand eines
Volumenbeispiels
7. Praxisbeispiel: Winkelausschlag am Traggelenk
- das Arbeiten mit dem Functioncompiler incl.
Alias-Definition
8. Erläuterungen zum allgemeinen und relativen
Toleranzmodells
- Der "Tolerance Wizard" oder das Tolerance-Dashboard
9. Fallbeispiel: Mindestwandstärke einer Buchse
10. Streuungsprognosen über physikalische Größen
- Fallbeispiel: Gelenk-Bewegungsmomente
11. Workshop "Mehrdimensionale Toleranzanalyse an
einer ABS-Regelung"
Agenda: Dritter Schulungstag
1. Vorstellung des Workflows für aufwendige und
komplizierte Toleranzaufgaben ohne das
Vorhandensein einer Funktionsbeschreibung mit Hilfe
einer DoE-Untersuchung
- Fallbeispiel: Schnittpunkt zweier Kreise
2. Der theoretische Unterbau zum Auswerten von
Messwerten nach der ISO 22514
3. Aufbau und Einsatz der universellen Grafik "Violin-Plot"
4. Fallbeispiel: PPAP (Production Part Approval Process)-
- Studie an einem Stabilisatorgelenk
5. Toleranzstudien unter Einbeziehung von
Temperatureffekten
- Fallbeispiel: Spaltanalyse
- Fallbeispiel: Zahnradwelle
6. Toleranzanalysen an drehemden Teilen
- Fallbeispiel: Rundlaufanalyse an einer Stirnradwelle
- Fallbeispiel: Unwuchtsanalyse an einer Kupplung
7. Das Arbeiten mit Toleranztafeln
8. Workshop "Wagenheber"
Struktur des Webinars : 5 x 2 Stunden
Die Zielsetzung des Webinar-Formats ist es, den Teilnehmern einen Überblick über die verfügbaren Programm-Module zu vermitteln. Ein selbstständiges und eigenverantwortliches Bearbeiten von Toleranzaufgabenstellungen kann in der Regel nicht durch dieses Webinar erreicht werden. Zur Erlangung einer vollständige und nachhaltigen Fachkompetenz ist das dreitägige Seminar empfehlenswert.
Teil 1
Vorstellung aller drei Programmteile als Überblick anhand einer durchgängigen Aufgabenstellung aus der Praxis
Teil 2
Vertiefungsteil für lineare Toleranzstudien, incl. der Toleranzanalyse sowie auch der Toleranzsynthese mit nachgeschalteter Toleranzoptimierung anhand eines Praxisbeispiels.
Teil 3
Auswerten von Messwerten aus der Produktion mit Hilfe des universellen Ansatzes „Density Trace“, deutsch „Empirische Dichtefunktion“, anhand von praktischen Fragestellungen.
Teil 4
Bearbeitung von mehrdimensionalen Aufgabenstellungen auch für physikalische Zielgrößen wie Einpresskräfte oder Drehmomente mit dem Fehlerfortpflanzungsgesetz von Gauß. Die Vorgehensweise wird anhand einer Aufgabenstellung aus der Produktentwicklung erläutert.
Teil 5
Abrundung der Thematik mit dem allgemeinen und relativen Toleranzmodell, welches an der TU Ilmenau entwickelt wurde. Darauf aufbauend wird die adaptive und selektive Montage, kurz ASM vorgestellt. Diese Strategie erlaubt die Steigerung der Zielgrößenqualität ohne irgendeine Einzeltoleranz zu verringern..

Der eintägige Crash-Kurs setzt sich aus den Webinar-Teilen zusammen. Für weitere Details zu den Seminaren ,wie z.B. Preise und Termine und der Softwarebereitstellung, verwenden Sie bitte das Kontaktformular.

Harald Friedl
Jahrgang 1959
Ausbildung:
Maschinenbau-Studium an der FH Osnabrück
DGQ Instruktor (Deutsche Gesellschaft für Qualität)
Six Sigma Master Black Belt
Beruflicher Werdegang:
Qualitätsmethoden-Entwicklung bei der ZF Friedrichshafen AG in Dielingen
Schwerpunkt : technische Statistik (MSA, SPC, DoE, Lebensdauer- und Toleranzanalysen)
Lehrtätigkeiten:
regelmäßige Trainings innerhalb und auch außerhalb der ZF in den genannten Themen
